Poolbesuch 07.07.04
Der "Jugendwarteraum Pool" am Bahnhof Innsbruck
Der "Jugendwarteraum pool" am Innsbrucker Bahnhof ist ein einzigartiger Warteraum, den man in den wenigsten Zugbahnhöfen Europas vorfindet. Am Bahnhof Innsbruck gibt es schon seit 1957 einen speziell für Jugendliche vorbehaltenen Warteraum, der für Schülerinnen und berufstätige Jugendliche, die außerhalb Innsbrucks wohnen, Studentinnen, und junge Erwachsene auf der Durchreise offen ist. Der Raum bietet in erster Linie eine geschützte Rückzugsmöglichkeit ohne Konsumzwang auf dem Schul- oder dem Nachhauseweg an. Da in Bozen demnächst das Bahnhofsgelände neu strukturiert wird, ist das n.e.t.z. zusammen mit einigen hauptamtlichen Mitarbeitern aus der offenen Jugendarbeit nach Innsbruck gefahren, und hat mit dem Verantwortlichen Leiter Dr. Gerald Röhrich über die geschichtliche Entwicklung und die Wichtigkeit des Jugendwarteraumes gesprochen. Seiner Meinung nach ist die Entwicklung der Sozialpolitik in den letzten Jahren Ausschlag gebend gewesen für die Erneuerung und Profilierung des Jugendwarteraumes in der Öffentlichkeit. Vor allem während der Umbaufase des Bahnhofes Innsbruck hat es öfters Stimmer gegeben, die zu einer Schließung des Jugendwarteraumes aus Geldmangel drängten. Erst als die Fahrschüler sich bei ihren Eltern beklagten, dass sie auf dem Weg von und zur Schule keinen Raum mehr hatten, wo sie sich sicher aufhalten konnten, gewann die Idee eines geschützten Aufenthaltsraumes für Fahrschüler wieder an Bedeutung. Die Bedeutung eines Jugendwarteraums nach dem Modell Innsbrucks, sollte vor allem den Politikern der Anrainergemeinden von Bozen, aus denen der Grossteil an Fahrschülern stammt, näher gebracht werden.Nähere Infos und Bilder hier!


