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Story  »  Di, 17/08/2021

Studierende aus Ravensburg in Südtirol

Einblick in Südtiroler Jugendarbeit


Eine Kooperation zwischen netz | Offene Jugendarbeit, Dachverband der Jugendtreffs, Jugendzentren und Jugendkulturvereine, und dem Institut für soziale Berufe in Ravensburg schafft Möglichkeiten für Auslandspraktika in Südtiroler Jugendeinrichtungen.

Seit Anfang August sind Studierende aus Ravensburg zu Gast in Südtirol. Für einen Monat absolvieren sie ihre Praktika in Unterschiedlichen Jugendeinrichtungen in Südtirol.  Zu den Einrichtungen gehören das Jugendzentrum JUX in Lana, der Verein JugendCulturaUnterland in Auer, das Jugendzentrum Papperlapapp in Bozen, das Jugendzentrum Loop in Sand in Taufers und der Jugenddienst Meran. Die Idee entspringt einer Kooperation zwischen netz und dem Institut für soziale Berufe in Ravensburg. Schon im Mai 2019 sind die Dozentin Petra Kolb und der Dozent Jörg Singer nach Südtirol gereist, um nach Praktika-Stellen für ihre Studierenden zu suchen. Letztes Jahr scheiterte die Kooperation an Covid-19, heuer können die Praktika nun endlich stattfinden.

Am 10. August haben im Zuge des Praktikums 4 Studierende die Gelegenheit genutzt, um mehr über die Südtiroler Jugendverbände und deren Arbeit zu erfahren. Dazu trafen sie sich im Goethe Haus in Bozen mit Kevin Hofer vom Südtiroler Jugendring (SJR), Verena Hafner und Veronika Kofler von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD), Verena Demetz vom Dachverband der Offenen Jugendarbeit (netz) und Helga Baumgartner vom Amt für Jugendarbeit. Die Praktikanten und Praktikantinnen besuchen eine dreijährige Ausbildung als Jugend- und Heimerzieher*innen. 

Dozentin Kolb und Dozent Singer sehen Südtirol als einen idealen Standort für Praktika. „Beeindruckt hat uns hier vor allem die gute Netzwerkstruktur und die Präsenz der Offenen Jugendarbeit als wichtiger Teil der außerschulischen Jugendarbeit“, argumentiert Singer. Und zusätzlich, ergänzt Kolb, könne ein Auslandspraktikum dazu beitragen, dass Studierende bekannte, eingefahrene Strukturen durchbrechen und das eigene Tun reflektieren. 

Verena Demetz, beim netz zuständig für „Junges Europa und Mehrsprachigkeit“ sieht auch Vorteile für den Dachverband netz und die beteiligten Jugendeinrichtungen. „Der Austausch unterschiedlicher Realitäten kann Denkanstöße für die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit geben“, unterstreicht Demetz. 

Bis zum 28. August sind die Studierenden aus Ravensburg noch in Südtirol. Auch künftig soll es die Möglichkeit geben, Praktika in Südtiroler Jugendeinrichtungen zu absolvieren.