„Die Arbeit der Offenen Jugendarbeit ist unschätzbar“, betonte Jürgen Tragust, neu gewählter Gemeindejugendreferent von Schlanders. „Sie bietet Jugendlichen so viel – Räume, in denen sie sich ausprobieren und treffen können. Ich freue mich sehr über den Austausch mit euch.“
Begrüßt wurden die Teilnehmer*innen ebenso von Hannes Götsch, Geschäftsführer und Gründer der BASIS Vinschgau Venosta: „Ich freue mich sehr, dass die Initiative ins Leben gerufen wurde. Es ist entscheidend, dass Politik und Offene Jugendarbeit miteinander ins Gespräch kommen. Schließlich haben die Fachkräfte das Verständnis für die betroffenen Bereiche und Arbeitsfelder.“
Die Initiative „Offene Jugendarbeit bringt’s“, vom Dachverband netz | Offene Jugendarbeit ins Leben gerufen, verfolgt zwei Ziele: die Sichtbarkeit der Offenen Jugendarbeit (OJA) zu erhöhen und ihre Qualität langfristig zu sichern und zu stärken. Insgesamt sind sechs Treffen in ganz Südtirol geplant, die den Dialog zwischen Gemeinden und Offener Jugendarbeit fördern sollen.
In Schlanders wurde die Arbeit der OJA auf besondere Weise vermittelt: Bei einem Pub Quiz stellten sich die Teams, bestehend aus OJA-Fachkräften und Gemeindevertreter*innen, zehn Fragen aus dem Bereich der Offenen Jugendarbeit – mit großem Einsatz und viel Spaß.Gemütlicher Austausch bei Buffet und musikalischer Umrahmung rundete den Abend ab.
Am Treffen nahmen Vertreter*innen aus den Gemeinden Prad am Stilfserjoch, Schlanders, Schluderns, Schnals und Taufers im Münstertal, Naturns, Kastelbell-Tschars, Martell, Mals, Stilfs, Laas, Spondinig, Latsch, Glurns und Graun teil.
Die Initiative „Offene Jugendarbeit bringt’s“ wird vom Dachverband netz | Offene Jugendarbeit gemeinsam mit dem Handlungsfeld der OJA umgesetzt. Sie wird von der Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste unterstützt und von der Autonomen Provinz Bozen gefördert.
Was ist OJA?
Die Offene Jugendarbeit in Südtirol bietet professionelle Begleitung für junge Menschen und orientiert sich an ihren Bedürfnissen und Interessen. Fachkräfte und Ehrenamtliche unterstützen Jugendliche in Jugendtreffs, -zentren sowie öffentlichen und virtuellen Räumen. Ziel ist es, die gesellschaftliche Teilhabe der Jugendlichen zu fördern, Gemeinschaft zu stärken und Identität zu entwickeln. Die OJA setzt auf Offenheit, Partizipation und Sozialisation außerhalb von Familie und Schule. Sie schafft Freiräume für kulturelle Initiativen, politisches Engagement und verantwortungsvolles Handeln. Unabhängig von religiösen und politischen Einflüssen, arbeitet sie mit verschiedenen Partnern zusammen und finanziert sich öffentlich sowie durch eigene Mittel.
Bildungsarbeit in der OJA betont Lernen ohne Leistungsdruck und fördert die Neugier der Jugendlichen. Dabei stehen soziales, gendersensibles und politisches Lernen sowie die Stärkung von Handlungskompetenz im Vordergrund. Fachkräfte schaffen Lernräume, die spontane Lernmomente ermöglichen und den Zugang zu Themen wie Sprache, Sport, Kunst und Medien bieten. Jugendliche werden ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und konstruktiv mit Fehlern umzugehen. Die OJA fördert autonomes Lernen und stärkt das Selbstbewusstsein sowie die Selbstständigkeit junger Menschen, um ihre gesellschaftliche Partizipation und Wahrnehmung zu erhöhen.