Die Offene Jugendarbeit schafft Räume für informelle demokratische Bildung, die von Inklusion, Vielfalt, Partizipation und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit geprägt sind. Die Prinzipien der OJA – Freiwilligkeit, Offenheit und Partizipation – machen sie besonders geeignet, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und sie Demokratie lernen zu lassen.
Als assoziierter Partner ist netz | Offene Jugendarbeit Teil eines wichtigen europäischen Projekts, das die OJA als zentralen Ort informeller demokratischer Bildung stärken soll. Unter dem Titel "Creating Spaces of Democracy – Advancing Professional Open Youth Work Across Europe" startet das auf drei Jahre angelegte Erasmus+-Projekt, das von der Europäischen Union gefördert wird.
Was das Projekt erreichen will
Das Projekt zielt darauf ab, die Offene Jugendarbeit in ihrer Rolle als Schlüsselakteur*in der Demokratiebildung auf nationaler und europäischer Ebene sichtbarer zu machen und zu stärken. Dies ist dringend notwendig, da die Bedeutung der OJA in vielen Teilen Europas noch nicht weithin anerkannt wird oder fehlt.
Im Fokus stehen dabei mehrere Kernziele:
- Gemeinsames Verständnis: Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Verständnisses von professioneller OJA und ihren Grundprinzipien.
- Demokratiebildung: Stärkung der OJA als Ort der non-formalen und informellen demokratischen Bildung.
- Sichtbarkeit: Erhöhung der Sichtbarkeit und Anerkennung der OJA in Gesellschaft und Politik, unter anderem durch einen "European Day of Open Youth Work".
- Vernetzung und Transfer: Förderung der Zusammenarbeit und des Austauschs zwischen den Ländern sowie die Verbreitung der Ergebnisse in Staaten ohne gut etablierte OJA.
Die Ergebnisse des Projekts sollen unter anderem in einem europäischen Ergebnis-Paper zur OJA und einem Handbuch zur Praxis der demokratischen Bildung in der OJA münden – beides in mehreren Sprachen.
Internationaler Austausch und Südtiroler Beteiligung
Das Konsortium unter der Leitung von BAG OKJA (Deutschland) vereint Hauptpartner aus Deutschland, Österreich (bOJA), Slowenien (Mreža MaMa) und Kroatien (Udruga Impress) sowie assoziierte Partner, zu denen neben netz | Offene Jugendarbeit EO auch Organisationen aus der Schweiz, Norwegen und Dänemark zählen. Das Projektteam wird die verschiedenen Rahmenbedingungen der OJA in den jeweiligen Ländern evaluieren und Best Practices identifizieren. Die Ergebnisse sollen auch in Ländern verbreitet werden, in denen die OJA noch weniger entwickelt ist.
Der Austausch beginnt bereits im Frühjahr: Die internationale Partnerschaft trifft sich zum Kick-Off-Meeting am 26. und 27. Februar 2026 in Berlin (Deutschland).
Wir freuen uns sehr, in dieses wichtige Projekt eingebunden zu sein und die Perspektive und Expertise aus Südtirol einzubringen, um die Offene Jugendarbeit europaweit voranzubringen!
Klingt spannend? Für das Kick-Off-Treffen in Berlin können 7 Personen aus Südtirol teilnehmen! Wenn du Interesse hast, als Vertreter*in der Offenen Jugendarbeit Südtirols an diesem spannenden Startschuss mitzuwirken und die Zukunft der Offenen Jugendarbeit in Europa aktiv mitgestalten möchtest, melde dich bitte bei Noel Schulz unter noel.schulz_at_netz.bz.it.
Das Konsortium unter der Leitung von BAG OKJA (Deutschland) vereint Hauptpartner aus Deutschland, Österreich (bOJA), Slowenien (Mreža MaMa) und Kroatien (Udruga Impress) sowie assoziierte Partner, zu denen neben netz | Offene Jugendarbeit EO auch Organisationen aus der Schweiz, Norwegen und Dänemark zählen.
