Die Dachverbände AGJD, netz | Dachverband Offene Jugendarbeit und Südtiroler Jugendring unterstützen ihre Mitglieder bei der Erarbeitung von Schutzkonzepten mit verschiedenen Angeboten:
1. Leitfaden zur Erstellung von Schutzkonzepten
Ein eigens entwickelter Leitfaden zur Erstellung von Schutzkonzepten bietet Orientierung und Unterstützung bei der Erarbeitung eines eigenen Schutzkonzepts. Der Leitfaden samt Anhängen und Vorlagen wurde am 28.05.2026 im Rahmen eines Netzwerktreffens vorgestellt. Die Unterlagen sind für Mitglieder im Downloadbereich von netz verfügbar: Schutzkonzepte für die Jugendarbeit | netz
2. Fortbildungen im Jukas
In Zusammenarbeit mit dem Forum Prävention werden kontinuierlich Fortbildungen im Jukas angeboten. Veranstaltungen, die zur Reihe rund um Schutzkonzepte gehören, sind entsprechend gekennzeichnet.
Eine Übersicht der Veranstaltungen findet sich online im Bildungsprogramm vom Jukas (Alle Veranstaltungen für den Bereich Familien | Jukas) sowie in der aktuellen Printausgabe (August 2026 – Jänner 2027 Jukas_Bildungsprogramm_Aug2026-Jaen2027.pdf )
3. Workshops zu einzelnen Themenbereichen
Ab Herbst 2026 bieten die Dachverbände AGJD, netz | Dachverband Offene Jugendarbeit und Südtiroler Jugendring in Zusammenarbeit mit dem Bildungshaus Jukas und dem Amt für Jugendarbeit Workshops an, in denen einzelne Bereiche der Schutzkonzeptarbeit vertieft werden können. Die Workshops richten sich an Personen, die in Jugendeinrichtungen und Jugendorganisationen mit der Erarbeitung und Umsetzung von Schutzkonzepten befasst sind.
Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und zur Anmeldung folgen in Kürze.
Die Workshops im Überblick:
1. Nähe und Distanz & Risikoanalyse
Datum & Uhrzeit: 9. Oktober 2026 | 09:00–12:30 Uhr
Ort: Jugendzentrum "Josef Mayr-Nusser", Silvius-Magnago-Platz, 7, Bozen
Inhalt: Beschreibung folgt
Referentin:
Christina Steixner-Buisson, Schutzschild, Innsbruck
2. Schutzbeauftragte Person – Rolle, Aufgaben und Anforderungen
Datum & Uhrzeit: 16. November 2026 | 09:00–12:30 Uhr
Ort: Jugendzentrum "Josef Mayr-Nusser", Silvius-Magnago-Platz, 7, Bozen
Inhalt: Die schutzbeauftragte Person ist eine zentrale Ansprechperson im Schutzkonzept einer Organisation. Sie unterstützt Mitarbeitende bei Fragen und Unsicherheiten und begleitet bei Beschwerden, Beobachtungen oder Verdachtsfällen.
Doch wo beginnt und endet ihre Verantwortung? Welche Aufgaben liegen bei der Leitung? Und wie wird ein Schutzkonzept im Alltag tatsächlich gelebt?
Der Workshop bietet Raum, die eigene Rolle und Zuständigkeiten zu klären, Handlungssicherheit zu gewinnen und sich mit anderen auszutauschen. Praxisbeispiele, Reflexion und Erfahrungsaustausch unterstützen dabei, die eigene Arbeit weiterzuentwickeln und das Schutzkonzept im Alltag wirksam umzusetzen. Neben fachlichen Inputs stehen Praxisbeispiele, Reflexionsübungen, moderierte Diskussionen und der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt.
Referierende:
- Kathrin Eisath, Bildungs- und Erziehungswissenschaftlerin, eingetragene Mediatorin, langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Fachreferentin im Referat für Prävention von Gewalt und Missbrauch der Diözese Innsbruck.
- Daniela Höller, Kinder- und Jugendanwaltschaft
- Verena Hafner, AGJD – Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste
- Christiane Kofler, netz | Dachverband Offene Jugendarbeit
3. Orientierung und Handlungssicherheit bei Verdachtsfällen in der Jugendarbeit
Datum & Uhrzeit: 14. Januar 2027 | 14:00–17:30 Uhr
Ort: Jugendzentrum "Josef Mayr-Nusser", Silvius-Magnago-Platz, 7, Bozen
Inhalt: Ein ungutes Gefühl, eine auffällige Beobachtung oder ein konkreter Verdacht können Mitarbeitende in der Jugendarbeit vor Herausforderungen stellen. Was sind erste Schritte, was sollte vermieden werden und wo liegen Grauzonen? An wen kann bzw. muss ich mich innerhalb und außerhalb der Organisation wenden? Und was passiert, wenn ich einen Verdacht oder eine mögliche Gefährdung melde?
Der Workshop vermittelt Orientierung und Handlungssicherheit im Umgang mit möglichen Gefährdungen und Gewalt. Anhand von Praxisbeispielen werden Handlungsmöglichkeiten, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten besprochen. Thematisiert werden zudem Gesprächsführung, Dokumentation, Informationsweitergabe sowie rechtliche Grundlagen. Dabei wird auch geklärt, wann Leitung, schutzbeauftragte Personen oder externe Fachstellen einbezogen werden sollten.
Referierende:
- Barbara Ruzzon, Kinder- und Jugendanwaltschaft
- Benno Baumgartner, Jugendgericht Bozen
- Verena Hafner, AGJD – Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste
- Christiane Kofler, netz | Dachverband Offene Jugendarbeit
4. Schutzkonzepte kompakt - für kleine, ehrenamtliche Organisationen
Datum & Uhrzeit: 2. Februar 2027 | 18:00–19:30 Uhr
Ort: Online
Inhalt: Jugendarbeit schafft Räume, in denen junge Menschen Gemeinschaft erleben und Verantwortung übernehmen. Schutzkonzepte helfen dabei, diese Räume sicher zu gestalten. Doch wo liegen Risiken und welche Schutzmaßnahmen passen zur eigenen Organisation?
Der Online-Infoabend gibt einen kompakten Einblick in Schutzkonzepte und zeigt, wie auch kleine, ehrenamtliche Organisationen mit einfachen, alltagstauglichen Maßnahmen für mehr Sicherheit sorgen können. Es geht um mögliche Risiken, Verantwortlichkeiten und passende Schutzmaßnahmen sowie um Beratung und weitere Unterstützung.
Neben kurzen Inputs gibt es Raum für Fragen und Austausch. Ziel ist es, konkrete Ideen mitzunehmen und einen ersten Überblick zu gewinnen – um darauf aufbauend ein passendes Konzept für die eigene Organisation entwickeln zu können.
Referierende:
- Verena Hafner, AGJD – Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste
- Christiane Kofler, netz | Dachverband Offene Jugendarbeit
5. Digitale Aspekte in Schutzkonzepten
Datum & Uhrzeit: 22. Januar 2027 | 09:30–12:30 Uhr
Ort: Online
Referentin:
Barbara Buchegger, Safer Internet