Am 25. September ist es soweit: In Südtirol und Tirol öffnen zahlreiche Jugendeinrichtungen zum Tag der OJA ihre Türen. Beim heurigen länderübergreifenden Aktionstag zeigt sich die Vielfalt der OJA besonders deutlich. Jede Einrichtung gestaltet ihr eigenes Programm und gibt Einblicke in ihren Alltag.
Am Freitag, den 25. September 2026, findet erstmals ein länderübergreifender Aktionstag der Offenen Jugendarbeit (OJA) in Südtirol und Tirol statt. Unter dem Motto „OJA öffnet Türen“ laden zahlreiche Einrichtungen dazu ein, hinter die Kulissen zu blicken und zu entdecken, was Offene Jugendarbeit täglich für junge Menschen leistet. Sowohl in den Jugendzentren und Jugendtreffs als auch im öffentlichen Raum durch Mobile Jugendarbeit. Initiiert wird der Aktionstag gemeinsam von netz | Dachverband Offene Jugendarbeit und der POJAT – Plattform Offene Jugendarbeit Tirol. „Mit dem Aktionstag wollen wir die Vielfalt und Wirkung der OJA sichtbar machen und ihre Bedeutung für junge Menschen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken“, betonen die Veranstaltenden bei der heutigen Pressekonferenz. „Gleichzeitig geht es darum, die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen, Gemeinden und Regionen weiterzuentwickeln.”
Das Motto „OJA öffnet Türen“ steht für mehr als nur geöffnete Türen von Jugendeinrichtungen: Es beschreibt, wofür OJA steht. Sie bietet Orte, an denen junge Menschen willkommen sind, ohne Erwartungen zu erfüllen oder etwas konsumieren zu müssen. Sie können ankommen, Zeit verbringen, ausprobieren, mitgestalten und Menschen treffen, die ihnen zuhören. Die OJA ist dort präsent, wo junge Menschen sind - in Jugendräumen ebenso wie auf Plätzen, in Parks oder anderen öffentlichen Orten. Sie schafft niederschwellige, freiwillige Angebote für alle Jugendlichen, unabhängig von Herkunft, Lebenssituation oder Religion. „Die Offene Jugendarbeit trägt dazu bei, dass junge Menschen ihren Platz in der vielfältigen Gesellschaft finden und gestalten, und begleitet sie in ihrer Entwicklung eine Zeitlang“, sagt Wolfram Nothdurfter, Präsident von netz | Dachverband Offene Jugendarbeit.
Wie wichtig die Offenen Jugendarbeit ist, unterstreicht Landesrat Philipp Achammer in einer Videobotschaft: „Jugendliche brauchen mehr denn je Bezugspersonen, die sie leiten und bei der Hand nehmen. In verschiedenen Lebenssituationen, bei Bedenken und Schwierigkeiten, wenn zum Beispiel das Elternhaus nicht der richtige Ansprechpartner ist, dann brauchen sie Menschen, die ihnen zur Seite stehen. Die Offene Jugendarbeit bietet mit ihren vielfältigen Angeboten eine sehr wichtige Anlaufstelle.“
Konrad Pamer, Amtsdirektor des Amtes für Jugendarbeit, betont ebenso diese Wichtigkeit: „Je digitaler unsere Welt wird, desto wichtiger werden Menschen, die echte Begegnungen ermöglichen. Offene Jugendarbeit lebt nicht von Algorithmen, sondern von Beziehungen. Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter sind für viele junge Menschen eine verlässliche Konstante: mit Herz für die Menschen, mit Hand für das konkrete Tun und mit Hirn für die Herausforderungen unserer Zeit. Der Tag der Offenen
Jugendarbeit macht diese wichtige Arbeit sichtbar und würdigt jene, die jungen Menschen täglich Orientierung, Vertrauen und Entwicklungsmöglichkeiten bieten.“
Die Jugendeinrichtungen in Südtirol und Tirol freuen sich, ihre Türen aufzuschließen und mit individuellen Programmen zu zeigen, was für sie Offene Jugendarbeit ist. Alle Interessierte sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht nötig. Eine digitale Veranstaltungskarte auf der Webseite www.tag-der-oja.eu bietet einen Überblick über alle teilnehmenden Einrichtungen und Programme.