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Story  »  Mo, 02/11/2026

Genderfachkreis: KI, Pornografie und sexuelle Bildung

Sexualität und Medienwelten Jugendlicher – Herausforderungen für die pädagogische Praxis


Am 13. Oktober 2026 fand im Waltherhaus in Bozen der Genderfachkreis zum Thema „KI, Pornografie und sexuelle Bildung“ statt, an dem insgesamt 38 Personen aus der Jugendarbeit teilnahmen.

Als Referent gab Jörg Nitschke vom Institut für Sexualpädagogik (iSp) Berlin Einblicke in die digitalen Medienwelten Jugendlicher und deren Bedeutung für die sexuelle Bildung.

Im ersten Teil ging es um Pornografie und deren mögliche Auswirkungen auf Jugendliche. Dabei wurde deutlich, dass pornografische Inhalte Vorstellungen von Sexualität, Körperbildern und Geschlechterrollen beeinflussen können. Gleichzeitig sind die Auswirkungen von Person zu Person unterschiedlich. Entscheidend sind unter anderem die persönliche Entwicklung, das soziale Umfeld und die individuellen Erfahrungen der Jugendlichen. Wichtig ist deshalb eine differenzierte Betrachtung, die weder dramatisiert noch verharmlost. Auch Jayda Sauseng vom Verein für Männer- und Geschlechterthemen (VMG) war dabei und stellte die vom VMG entwickelten Materialien zur Pornografiekompetenz vor: das Plakat „Pornos – schon mal darüber nachgedacht?“ sowie das dazugehörige Begleitheft für Multiplikator*innen. Die Materialien bieten Anregungen für die pädagogische Auseinandersetzung mit dem Thema. Sie sind auf der Website des VMG zu finden.

Anschließend stand künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. KI-Chatbots werden zunehmend auch für Fragen rund um Sexualität genutzt. Sie bieten einen einfachen und oft anonymen Zugang zu Informationen, können aber auch falsche oder unvollständige Antworten liefern. Besprochen wurden außerdem Risiken wie KI-generierte pornografische Bilder und sogenannte Deepfakes.

Am Nachmittag tauschten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen aus und diskutierten die Bedeutung der Themen für ihre pädagogische Arbeit. Besonders wichtig ist es, Jugendlichen offen und ohne Vorurteile zu begegnen, ihre Fragen ernst zu nehmen und sie dabei zu unterstützen, Medieninhalte kritisch zu hinterfragen sowie eigene Grenzen und die Grenzen anderer zu respektieren.

Der Genderfachkreis bot den Teilnehmenden wertvolle Informationen, praktische Impulse und Gelegenheit zum Austausch. Die Präsentationen und weitere Materialien und spannende Links sind auf dem Padlet zu finden.


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