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Presse  »  Mi, 13/06/2018

Allesclub schlägt Maßnahmen vor

Das Bangen für den Erhalt der Offenen Jugendarbeit auf dem Hochplateau geht weiter.


Am Dienstag legte der Allesclub den Gemeinden Völs und Kastelruth einen Maßnahmenkatalog vor, in dem alle offenen Diskussionspunkte aufgelistet sind. Er beinhaltet Veränderungen, Verbesserungen und Konzepte für die Zukunft der Jugendarbeit in den beiden Gemeinden.

Da mit Ende April die zehnjährige Konzession zur Nutzung der Räumlichkeiten auslief, sind die Jugendtreffs Allesclub-Kastelruth, Insel-Völs, WG-Seis und Helium-Völser Aicha seit nun mehr als einem Monat geschlossen. In mehreren Verhandlungsgesprächen zwischen den Gemeinden, dem Land und dem Jugend- und Kulturverein Allesclub wurde nach konstruktiven Lösungsmöglichkeiten für die Jugendarbeit auf dem Hochplateau gesucht. Bei den Bürgerversammlungen in Völs und Seis zeigte die Stimmung stark in Richtung Allesclub. Der Allesclub selbst möchte die Offene Jugendarbeit im Schlerngebiet wahren und weiterentwickeln. Dennoch steht der gemeindeübergreifende Verein vor geschlossenen Türen und bietet zurzeit mobile, aufsuchende Jugendarbeit an. In der Zwischenzeit kam Rückendeckung vom Dachverband der Jugendtreffs- und zentren: „Das netz I Offene Jugendarbeit steht dafür ein, dass die bestehende, langjährig verwurzelte Offene Jugendarbeit am Hochplateau weitergeführt und qualitativ ausgebaut werden kann. Deshalb schenkt netz I Offene Jugendarbeit dem Jugend- und Kulturverein Allesclub das Vertrauen für die Führung der Räumlichkeiten und die Umsetzung der Jugendarbeit am Hochplateau.“

Vor rund einem Monat legte Philipp Achammer Landesrat für Deutsche Bildung und Kultur den Bürgermeistern und den Gemeindejugendreferenten ein Empfehlungsschreiben vor. Darin bezog auch Landesrat Achammer Position: „Offene Jugendarbeit ist kein Dienst, der zu vergeben ist, sondern soll gefördert werden, was die gemeinsame Aufgabe von Gemeinde und Land ist. Ich halte es deshalb – nach den diversen Gesprächen - für sinnvoll, dass wir dem Verein „Allesclub“ weiterhin Verantwortung für die Führung der Jugendräume übertragen.“ Erstellt werden soll ein Maßnahmenkatalog, gemeinsam ausgearbeitet vom Allesclub, den Gemeinden und dem Land. Auch Klaus Nothdurfter, Amtsdirektor im Amt für Jugendarbeit empfiehlt: „Alle aufgetretenen Probleme sollen systematisch Punkt für Punkt offengelegt und aufgelistet werden, um sie ehrlich besprechen und zielführend lösen zu können.“

Mit der Vorlage eines ersten Entwurfs ist bis heute lediglich der Allesclub in diese Richtung aktiv geworden und spielt nun den Ball den Gemeinden zu. Das vorliegende Dokument soll eine Verhandlungsbasis für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen den beiden Gemeinden und dem Verein sein. Gegenstand des Entwurfes sind unter anderem die von den Gemeinden beanstandeten Punkte wie: Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Allesclub, Zusammenarbeit zwischen Schule und Allesclub, Öffnungszeiten der Räumlichkeiten, Buchhaltung und spezielle Sommer- und Nachmittagsangebote. Der Allesclub fordert einen Terminvorschlag bis innerhalb 22. Juni 2018 für ein zielführendes Treffen mit den Gemeinden, dem Land und dem netz | Offene Jugendarbeit, um das vorliegende Dokument zu besprechen, zu vervollständigen und letztlich zu unterzeichnen.

Stellungnahme des netz | Offene Jugendarbeit vom 01.06.2018
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