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Story  »  Fr, 11/10/2019

Plattform vom 26.09.2019

Die Verschränkung vom Online und Offline Leben


Neue mediale Entwicklungen wurden immer kontrovers diskutiert. Der antike Philosoph Platon ordnete die Schrift der Sprache unter. Die damals neue Möglichkeit Gedanken zu verschriftlichen, stellte eine tiefgreifende Veränderung der Lebenswelt dar. Der Buchdruck leitete eine ebenso bedeutsame Veränderung ein, die von Kirche und Obrigkeit kritisch gesehen wurde. Nun scheint es so als stünden wir mit Internet und Digitalisierung erneut vor einem Umbruch. Medienarbeit mit jungen Menschen versucht diesen Umbruch zu verstehen und mitzugestalten und überwindet so die „digitale Kluft“. Medienarbeit ist persönlichkeitsbildend und zielt auf Mündigkeit, Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation und Kollaboration ab. Lernen im 21. Jahrhundert bedeutet, im „Flow-Kanal“ zwischen Überforderung und Unterforderung zu wachsen, durch Herausforderungen Lösungsstrategien zu entwickeln und mit dem Einsatz von Fähigkeiten Lerneffekte sowie Erfolgserlebnisse zu erzielen.

Die vierte Plattform des Jahres 2019 stand unter dem Thema „Digitale Medien in der Offenen Jugendarbeit – Medienbildung junger Menschen“. Eröffnet wurde das Vernetzungstreffen von Ulrike Pfeiffenberger. Sie gab anhand ihres motivierenden Impulsreferates länderübergreifende Einblicke in die Medienpädagogik und Medienbildung im Allgemeinen. Ulrike regte an, Abschied von sog. Bewahrpädagog*innen zu nehmen und Medien aus verschiedenen Perspektiven zu begreifen. Sie beschrieb Menschen als Teil der Medien und Medien als Teil des menschlichen Lebens.

Hannes Waldner bekräftigte, dass wir uns die Welt durch Medien aneignen und dabei wertvolle Lebenskompetenzen erwerben. Er unterstrich, dass wir uns besonders durch das „digitale Spielen“ hin zu mündigen Bürger*innen unserer Gesellschaft entwickeln. Das Spiel ist die „Basis jeder Kultur“ - das digitale Spiel ist „ein Kernelement der jetzigen Jugendkultur“. Es eröffnet Chancen für die Arbeit mit jungen Menschen. Hannes lädt darum zum Ausprobieren, Erleben und Transferieren ein: zum Verknüpfen des analogen und virtuellen Lebens.

Matthias Jud teilte Erfahrungswerte und „Projektideen“ für die Medienarbeit mit jungen Menschen und gab Einblick in das Nachmittagsprogramm. Anhand diverser Stationen konnten die Teilnehmenden praxisorientierte Inputs mitnehmen. Von Playstation und PC Games über Tablet Apps und PC Programme bis hin zu Greenscreen Fotos und Live Videos, virtual und augmented reality Videos, Selfie Stationen, Kamera- Livebild Übertragungen und nicht zuletzt 3D-Druck und Tiefziehmaschine: Es war für jede*n etwas dabei.

Wiedermal wurde deutlich, welch wesentliches Handlungsfeld Medien in der Arbeit mit jungen Menschen eröffnen. Deshalb: Auf zum kritischen, kreativen, medialen Denken und Tun. Auf zur intensiveren Auseinandersetzung mit Medien und deren Inhalten. Auf zum gemeinsamen „aktiven Gestalten“.

Ein Dank gilt folgenden Partner*innen von:
Bitz Fablab
Filmschule Zelig
Mind – Meran.o Innovation District
Jux-Medialab
Junge Uni Innsbruck
Amt für Film und Medien

Weiterführende Links:
senua's sacrifice fans
safer internet


Downloads

11/10/2019 PDF - Kurzprotokoll Plattform September 19 272 KB herunterladen (geschützt)
11/10/2019 PDF - Digitale Spielpädagogik Präsentation von Hannes Waldner 10.3 MB herunterladen (geschützt)
11/10/2019 PDF - Präsentation "junge Uni" von Ulrike Pfeiffenberger 2.3 MB herunterladen (geschützt)
11/10/2019 PDF - Plattform September 2019 - Medienpädagogik Stationen 1.9 MB herunterladen (geschützt)