Unter dem Motto „OJA öffnet Türen“ fand erstmals der länderübergreifende Aktionstag statt. Über 100 Jugendeinrichtungen beteiligten sich. Dabei ließen sie ihrer Kreativität freien Lauf: von Calcetto-Cup und Konzerten bis hin zur Modenschau mit Second-Hand Kleider war alles dabei. Den Beteiligten lag es sehr am Herzen zu zeigen, was Offene Jugendarbeit bedeutet. Schließlich bietet sie jungen Menschen Raum, gibt ihnen eine Stimme und zahlreiche Möglichkeiten, sich zu entfalten. Sie schafft niederschwellige, freiwillige Angebote für alle Jugendlichen, unabhängig von Herkunft, Lebenssituation oder Religion.
„Die Offene Jugendarbeit trägt dazu bei, dass junge Menschen ihren Platz in der vielfältigen Gesellschaft finden und gestalten, und begleitet sie in ihrer Entwicklung eine Zeitlang“, sagt Wolfram Nothdurfter, Präsident von netz | Dachverband Offene Jugendarbeit.
Initiiert wurde der Aktionstag gemeinsam von netz | Dachverband Offene Jugendarbeit und der
POJAT – Plattform Offene Jugendarbeit Tirol. „Mit dem Aktionstag wollen wir die Vielfalt und Wirkung der OJA sichtbar machen und ihre Bedeutung für junge Menschen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken“, betonen die Veranstaltenden. „Gleichzeitig geht es darum, die Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen, Gemeinden und Regionen weiter zu entwickeln.”
Wie wichtig die Offenen Jugendarbeit ist, unterstrich Landesrat Philipp Achammer bei der Pressekonferenz zum Tag der OJA in einer Videobotschaft: „Jugendliche brauchen mehr denn je Bezugspersonen, die sie leiten und bei der Hand nehmen. In verschiedenen Lebenssituationen, bei Bedenken und Schwierigkeiten, wenn zum Beispiel das Elternhaus nicht der richtige Ansprechpartner ist, dann brauchen sie Menschen, die ihnen zur Seite stehen. Die Offene Jugendarbeit bietet mit ihren vielfältigen Angeboten eine sehr wichtige Anlaufstelle.“
Konrad Pamer, Direktor des Amtes für Jugendarbeit, betont ebenso diese Wichtigkeit: „Je digitaler unsere Welt wird, desto wichtiger werden Menschen, die echte Begegnungen ermöglichen. Offene Jugendarbeit lebt nicht von Algorithmen, sondern von Beziehungen. Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter sind für viele junge Menschen eine verlässliche Konstante: mit Herz für die Menschen, mit Hand für das konkrete Tun und mit Hirn für die Herausforderungen unserer Zeit. Der Tag der Offenen Jugendarbeit macht diese wichtige Arbeit sichtbar und würdigt jene, die jungen Menschen täglich Orientierung, Vertrauen und Entwicklungsmöglichkeiten bieten.“
Alle Informationen und verschiedene Statements zu diesem Aktionstag gibt es unter www.tag-der-oja.eu
Sabine Kerschbaumer
Türen öffnen im JUX Lana
Am 25. September standen die Türen des Jugendzentrums JUX Lana weit offen: Der Aktionstag wurde dort von den Mitarbeitern Much und Simon umgesetzt, die sich für ein spannendes Missionsspiel entschieden haben. Die Aufgabe der Kinder und Jugendlichen bestand darin, Missionen zu erfüllen und Punkte zu sammeln. Dabei gab es sowohl analoge als auch digitale Herausforderungen. Zum Beispiel mussten die Jugendlichen eine Person von außerhalb mit in den Jugendtreff bringen und ihr so die Tür zum JUX öffnen. Im Gaming-Raum wurden die digitalen Challenges veranstaltet, bei denen es sich um Videospiele handelte, die einen Bezug zu „Türen öffnen“ hatten. Die Motivation und der Spaß der Jugendlichen waren beim Lösen der Aufgaben deutlich zu spüren. Die unterschiedlichen Missionen sorgten für Abwechslung und dafür, dass sie von den Jugendlichen mit Freude angegangen wurden. Wer alle drei analogen und alle drei digitalen Missionen erfüllt hatte, erhielt einen kleinen 3D-Druck eines Türstoppers, der ihnen in Zukunft noch viele Türen offenhalten sollte.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Tag der OJA im JUX ein voller Erfolg war und einigen Menschen die Tür zum Jugendtreff geöffnet hat.
Ein Beitrag von Julian Verber (15 Jahre)