Stories & Presse

Story  »  Fr, 10/04/2020

Lücken im Lebenslauf

Es kommt darauf an, wie man es verpackt


Raus aus der Schule, raus aus der Universität und rein ins Arbeitsleben und dort verbleibt man naht- und reibungslos bis zur Pensionierung. Was früher erstrebenswert erschien, ist heutzutage - mal ganz ehrlich – selten die Wunschvorstellung. Auch „Karriere machen“ sieht sehr oft ganz anders aus. Kurz- und langfristige Arbeitsverhältnisse, Sommerjobs, befristete oder unbefristete Verträge, Wechsel der Inhalte oder des Tätigkeitsfeldes, Praktika, Volontariate, Sabbaticals, work and travel und und und… Für Generation Y und Z sind Flexibilität und Jobwechsel ganz normal und die Lücke im Lebenslauf ist somit fast schon ein Muss.

Was ist überhaupt eine Lücke?

Von tatsächlichen Lücken spricht man bei Zeiträumen ab zwei Monaten. Solche Phasen bedürfen im Falle einer Nachfrage des Personalers einer Erklärung. Und diese sollte man dann auch haben.

Aber sind solche Lücken schlimm?

Jain. Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn die Antwort gibt der Arbeitgeber bzw. sein Personaler. Der Lebenslauf als Visitenkarte, als Spiegel des Lebens eines Bewerbers sollte daher für eine verantwortungsvolle Position keinen sprunghaften Charakter beschreiben. Aber im Grunde bewirbt man sich ja meistens für Stellen, bei denen man das Gefühl hat, dass sie zu einem selbst, zum eigenen Charakter passen. Grundsätzlich ist eine Lücke nicht schlimm, wenn man sie bewusst mit Inhalt füllen kann und der Lebenslauf als Gesamtheit einen roten Faden aufweist und für Zielstrebigkeit und Motivation spricht. Denn durch die „Brille der Ausbildung und Berufstätigkeit“ betrachtet sieht man den einen Teil der individuellen Entwicklung eines Menschen. Aber wir entwickeln uns auch vor Schule und Beruf, nach Schule und Beruf und natürlich auch währenddessen. Nur in besonderen Härtefällen machen wir monatelang wirklich GAR NICHTS. Die Frage ist also eher: kann man eine Lücke gut erklären und mit Sinn füllen.

Wie erklärt man Lücken:

Es gibt evidente Gründe, wie zum Beispiel Familiengründung, Elternzeit, Fort- und Weiterbildung, Umschulung, Krankheit. Diese erklären sich von selbst und sind tatsächlich nur sehr streng genommen „Lücken“.

Solche die durch Auslandsaufenthalte, längere Urlaube, Sabbaticals, Selbstfindungsreisen, längere erfolglose Bewerbungsphasen, Mithilfe im Elternhaus, wodurch auch immer bedingten sozialen Rückzug, Vorbereitung einer Selbstständigkeit, Studienwechsel etc. entstehen, sind schon eher Lücken, für die man eine Erklärung parat haben sollte. Und zwar eine wahre, denn Lügen bringen hier gar nichts.

Auch aus vermeintlich schlimmen Lücken kann man noch etwas Positives herausholen.

  • Sich selbst besser kennenlernen
  • Erfahren was man im Leben will (und was ganz bestimmt nicht!)
  • Sprachkenntnisse auf Reisen aufbessern
  • Umgang mit Computern und den virtuellen Welten vertiefen
  • Ordnung in einen Haushalt bringen und aufrechterhalten
  • Einem bedürftigen Menschen zur Seite stehen

Wenn man an eine Lücke zurückdenkt, fällt einem wahrscheinlich auf, dass man nicht nur Nichts getan hat. Hatten solche Lückenerfahrungen vielleicht erwähnenswerte charakterliche Eigenschaften zur Folge, die als Kompetenzen (Softskills) im Lebenslauf glänzen können. Hat man sich Hobbies gewidmet, die während der Schulzeit zu kurz kamen oder für die neben dem letzten Beruf einfach kein Platz war. Hat man sich mit sich selbst auseinandergesetzt und sich einfach mal nur die Zeit genommen, sich selbst besser kennenzulernen? Arbeitgeber profitieren von Angestellten, die wissen was sie wollen, können und brauchen.

Dabei kann JCG unterstützen

Wir helfen dir dabei das passende, wahrheitsgetreue „Wording“ für Lücken in deinem Lebenslauf, deine Kompetenzen und Fähigkeiten zu finden, also die richtigen Worte um eine klare, plausible und tiefgründige Erklärung dazu abzugeben.

  • Denn als Reisende springst du nicht wahl- und ziellos in der Weltgeschichte umher, sondern bist flexibel und kommst immer und überall zurecht, stellst dich Herausforderungen und beweist immer wieder aufs Neue deine Selbständigkeit.
  • Du hast deinen letzten Job nicht aufgegeben, weil du unmotiviert oder faul bist, sondern weil du zielstrebig bist und einen Arbeitsplatz suchst, der zu dir passt und in dem du dich verwirklichen kannst.
  • Und du bist nicht arbeitslos sondern arbeitssuchend.

Du siehst, es kommt nicht nur darauf an, was man sagt oder schreibt, sondern auch wie man es verpackt, nämlich sinnvoll, wahr und so, dass jeder erkennt, dass du dir darüber Gedanken gemacht hast.

Foto: pexels.com