Eine allgemeine Projektübersicht findet sich zusätzlich beim österreichischen Projektpartner BOJA: https://www.boja.at/projekte/moja
Nachfolgend der Projektverlauf mit Direktlinks zu allen Storys und Fachveranstaltungen.
Projektbeschreibung
Der Projektauftakt setzte im Juni 2023 mit inhaltlicher Planung und dem Aufruf zur Expert*innen-Beteiligung im Bereich Mobile Jugendarbeit und Jugendstreetwork an. In dieser Phase wurden Konzepte der Offenen Jugendarbeit in öffentlichen und digitalen Räumen in vier Ländern untersucht.
- EU-Projekt „Mobile Jugendarbeit/Jugendstreetwork“ (01.06.2023)
Auftakt: Südtirolweiter Fachaustausch
Am 12. Dezember 2023 trafen sich Fachkräfte der MOJA Südtirols zum ersten Mal im Haus Goethe in Bozen, um erste Recherchen zu Projekten der Mobilen Jugendarbeit in Südtirol zu diskutieren. Dabei wurden fünf Qualitätskriterien entwickelt, die später Grundlage für die internationale Phase waren.
Phase 1: Fachveranstaltung in Innsbruck
Am 12. und 13. März 2024 fand in Innsbruck die erste internationale Fachveranstaltung mit rund 60 Fachkräften statt. Unter dem Motto „Draußen musst du anders sein – Was macht Mobile Jugendarbeit aus?“ wurden die gemeinsam erarbeiteten Qualitätskriterien vertieft und länderübergreifend diskutiert.
Ergänzung: Job-Shadowing im Ausland
Zwei Fachkräfte der MOJA erhielten die Möglichkeit, für ein Job-Shadowing nach Deutschland und Österreich zu reisen, um neue Perspektiven kennenzulernen.
- Job-Shadowing in der Offenen Jugendarbeit (12.02.2025)
Phase 2: Online-Streetwork in Wien
Am 7. Mai 2024 wurde in Wien die Tagung „Von der Straße ins Netz – Online-Streetwork“ durchgeführt. Im Fokus stand das aufstrebende Feld der digitalen bzw. aufsuchenden Jugendarbeit im Online-Raum sowie der Austausch über Praxiserfahrungen.
- „Von der Straße ins Netz“ – Online-Streetwork (17.07.2024)
Phase 3: Fachveranstaltung beim Bundeskongress in Berlin
Im Herbst 2024 beteiligte sich das Projekt am Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit, wo mobile und digitale Formen der Jugendarbeit im Mittelpunkt standen und die länderübergreifende Zusammenarbeit weiter vertieft wurde.
- MOJA+ – Mobile Jugendarbeit im Fokus (06.12.2024)
Phase 4: Vier-Länder-Treffen in Bozen
Am 29. und 30. Oktober 2024 kamen die Projektpartner*innen in Bozen zusammen. Themen waren dachverbandsübergreifende, strategische Themen der Ausrichtung zwischen Schutz und Förderung junger Menschen, Arbeitsrealitäten in vier Ländern und gemeinsame Perspektiven der Weiterentwicklung.
Abschluss- und Publikationsphase
Die Ergebnisse wurden fortlaufend dokumentiert und bilden die Grundlage für die Fachpublikation „Offene Jugendarbeit in den Räumen junger Menschen“, die das Feld der Mobilen Jugendarbeit theoretisch und praktisch aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.
- Präsentation der Fachpublikation (06.11.2025)
Fazit
MOJA+ hat Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit über Ländergrenzen hinweg miteinander verbunden, neue Arbeitsfelder wie Online-Streetwork gestärkt, Entwürfe für Qualitätskriterien entwickelt und die Vielfalt der Mobilen Jugendarbeit sichtbar gemacht. Die länderübergreifende Kooperation im deutschsprachigen Raum wurde deutlich vertieft.
Für Südtirol ist geplant, die im Projekt entwickelten Entwürfe der Qualitätskriterien gemeinsam mit dem Tiroler Dachverband POJAT weiterzuentwickeln.
Als weitere Konsequenz wurde Anfang 2025 der Arbeitskreis Mobile Jugendarbeit bei netz gegründet, um den fachlichen Austausch dauerhaft zu verankern.
Bei Interesse für Vermittlung von Job Shadowings unterstützt netz gerne weiterhin.
